15 May 2026, 08:13

Wirtschaftsexperte fordert Rückkehr des Baukindergelds für mehr bezahlbaren Wohnraum

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, beschriftet als das erste Haus in Deutschland, begleitet von Plänen und Text auf Papier.

Wirtschaftsexperte fordert Rückkehr des Baukindergelds für mehr bezahlbaren Wohnraum

Der Wirtschaftswissenschaftler Matthias Günther hat die Bundesregierung aufgefordert, die Förderung Baukindergeld für den Wohnungsneubau wieder einzuführen. Das Programm, das 2021 auslief, hatte Familien mit Kindern finanzielle Zuschüsse gewährt, die ein Haus kaufen oder bauen wollten. Günther zufolge könnte die Wiedereinführung den bezahlbaren Wohnraum fördern und gleichzeitig erhebliche wirtschaftliche Vorteile bringen.

Das Baukindergeld wurde über die KfW-Bankengruppe abgewickelt und sollte Haushalten mit mittlerem Einkommen den Einstieg in den Immobilienmarkt erleichtern. Eine spätere offizielle Auswertung ergab, dass der Staat für jeden investierten Euro drei Euro zurückerhielt – ein Effekt, der auf die durch das Programm angestoßene zusätzliche Bautätigkeit zurückging.

Günther kritisierte den jüngsten Vorschlag der SPD, ein neues staatliches Wohnungsunternehmen mit privater Beteiligung zu gründen. Stattdessen schlägt er vor, die Regierung solle ein bestehendes Unternehmen wie Vonovia übernehmen. Dies wäre seiner Meinung nach effizienter, als eine komplett neue Organisation aufzubauen.

Der Ökonom betonte zudem, dass das Baukindergeld den Bau günstigerer Wohnungen gefördert habe. Viele Empfänger der Förderung hätten Häuser zu niedrigeren Kosten errichtet – ein Beleg für die Wirksamkeit des Programms vor seiner Abschaffung 2021.

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Günthers Forderung nach einer Rückkehr des Baukindergelds kommt zu einer Zeit, in der Deutschland weiterhin mit einem massiven Wohnungsmangel kämpft. Angesichts der früheren Erfolge des Programms und seiner positiven finanziellen Bilanz könnte es eine praktikable Lösung sein, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Sein Alternativvorschlag, ein etabliertes Unternehmen zu übernehmen statt ein neues zu gründen, stellt dabei eine Gegenposition zu den aktuellen Plänen der SPD dar.

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