WM-Fans setzen auf Gebete und skurrile Wetten für den Sieg ihrer Mannschaft
Caren PaffrathWM-Fans setzen auf Gebete und skurrile Wetten für den Sieg ihrer Mannschaft
Die FIFA-Weltmeisterschaft entfacht ungewöhnliche Traditionen unter Fans
Manche greifen zu Gebeten, andere setzen Wetten ab, um den Ausgang von Spielen zu beeinflussen. Die Bemühungen reichen vom Spirituellen bis zum Praktischen – doch offizielle Stellen nehmen davon kaum Notiz.
Beim Eröffnungsspiel Deutschlands gegen Curaçao flossen insgesamt 15 Euro in Gebete und Wetten. Anhänger glauben, dass das reine Herz eines Kindes die Wirkung von Gebeten verstärkt. Gleichzeitig hat sich das Wetten so stark verbreitet, dass die Halle 4 während des Turniers zu einer improvisierten Wettannahmestelle geworden ist.
Die Einsätze sind vielfältig: Von Döner Kebabs über praktische Leistungen wie einen vollen Benzintank bis hin zu Sommerreifen. Pro Spiel werden mehr als drei Dutzend Wetten abgeschlossen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erkennt diese „Beiträge“ – ob von Wettenfans oder Gebets-Influencern – jedoch nicht an.
Die Geschichte zeigt, dass Gebete nicht immer helfen: Frankreichs Franck Ribéry verletzte sich, und seine Mannschaft verlor gegen Italien – ein Beweis, dass alleiniger Glaube keinen Sieg garantiert. Auch religiös geprägte Nationen wie Saudi-Arabien, der Iran, die Türkei, Polen und Israel scheiterten bisher an der Turniertrophäe.
Die Weltmeisterschaft hält die Fans in Atem – Urlaub ist angesichts des regen Wettgeschehens kein Thema. Trotz aller Kreativität und Mühe bleibt der Einfluss von Gebeten und Wetten auf das Spielgeschehen ungewiss. Offizielle Organisationen ignorieren diese inoffiziellen Bräuche weiterhin.
