07 May 2026, 02:09

Wohnungsarmut droht: Warum eine Million Rentner in NRW bald obdachlos sein könnten

Balkendiagramm, das die Armutsquote in 2012 nach Altersgruppe und Geschlecht zeigt, mit Abschnitten, die den prozentualen Anteil der Menschen in Armut pro Gruppe angeben, und begleitendem Text, der zusätzliche Daten bereitstellt.

Wohnungsarmut droht: Warum eine Million Rentner in NRW bald obdachlos sein könnten

Bezahlbarer Wohnraum ist zur drängendsten sozialen Herausforderung Deutschlands geworden, warnt der Gewerkschaftsvorsitzende Robert Feiger. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, dass allein in Nordrhein-Westfalen über eine Million Rentnerinnen und Rentner innerhalb der nächsten zehn Jahre von Wohnungsarmut bedroht sein könnten. Ursache des Problems sind niedrige Renten und explodierende Mieten, die viele ältere Menschen an den Rand des Existenzminimums drängen.

Die Erkenntnisse des Pestel-Instituts zeigen eine sich zuspitzende Krise für die Babyboomer-Generation. Rund 5,1 Millionen Deutsche, die nach dem Krieg geboren wurden, werden voraussichtlich eine gesetzliche Rente von weniger als 800 Euro pro Monat erhalten. Diese Gruppe macht etwa 40 Prozent aller Personen aus, die bis 2036 in den Ruhestand gehen werden.

Bereits jetzt sind bundesweit über 760.000 Rentner auf Grundsicherung angewiesen – das entspricht etwa 4,3 Prozent aller Ruheständler. Feiger, Chef der IG Bau, betont, dass sich die Lage ohne schnelles Handeln weiter verschärfen werde.

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Er fordert eine groß angelegte Offensive im Wohnungsbau, um das Angebot zu erhöhen. Mehr Wohnungen würden nicht nur Rentnern helfen, sondern auch die Wirtschaft ankurbeln, argumentiert er. Ohne Gegenmaßnahmen könnten die steigenden Mieten noch mehr ältere Menschen in finanzielle Not treiben.

Die Studie unterstreicht das Ausmaß der bevorstehenden Herausforderung. Angesichts der großen Zahl gefährdeter Rentner geraten Politiker unter Druck, sowohl die Rentenhöhe als auch die Wohnkosten zu reformieren. Feigers Warnung macht deutlich: Es braucht konkrete Lösungen, um eine flächendeckende Wohnungsarmut unter älteren Menschen in Deutschland zu verhindern.

Quelle