12 June 2026, 22:10

Woidke wirbt um Rüstungsfirmen: Brandenburg will Wehrtechnik-Standort werden

Woidke will in der Verteidigungsindustrie aufholen

Woidke wirbt um Rüstungsfirmen: Brandenburg will Wehrtechnik-Standort werden

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke wirbt aktiv um eine Ansiedlung von Rüstungsunternehmen in Ostdeutschland. Sein Ziel ist es, die seit langem bestehende Kluft zwischen Ost und West in der Wehrtechnikbranche zu verringern – bisher sind in westdeutschen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Bayern deutlich mehr Menschen in diesem Sektor beschäftigt.

In der ehemaligen DDR gab es kaum eine eigene Rüstungsindustrie. Militärische Ausrüstung wurde aus der Sowjetunion importiert, statt vor Ort produziert. Diese historische Entwicklung hat dazu geführt, dass Brandenburg heute über eine deutlich kleinere Rüstungsproduktion verfügt als westdeutsche Regionen.

Woidke will dies nun ändern, indem er Rüstungsfirmen in die Region lockt. Im Fokus stehen die Schaffung dauerhafter Arbeitsplätze und die Produktion von Gütern, die die Bundeswehr benötigt. Die Erzeugnisse sollen zudem Exportstandards erfüllen, um den Absatzmarkt für brandenburgische Produkte zu erweitern.

Der Ministerpräsident betont, es gebe bei seinen Bemühungen, Rüstungsunternehmen ins Land zu holen, „keine roten Linien“. Sein Ziel ist klar: eine nachhaltige Industrie aufzubauen, die lokale Beschäftigung sichert und gleichzeitig die nationalen Verteidigungsanforderungen unterstützt.

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Die Initiative soll Brandenburg zu einem Standort für militärisch relevante Fertigung machen. Durch den Fokus auf exportfähige Produkte könnte das Land langfristige wirtschaftliche Vorteile erzielen. Der Vorstoß passt zu Woidkes übergeordnetem Anliegen, die industrielle Entwicklung in Deutschland auszugleichen.

Quelle