Wolfram Weimer besucht Potsdamer Schlösserstiftung – zwischen Lob und Rechtsstreit
Heinz-Walter Koch IIWolfram Weimer besucht Potsdamer Schlösserstiftung – zwischen Lob und Rechtsstreit
Wolfram Weimer, der unabhängige Medien- und Kulturbeauftragte Deutschlands, besuchte kürzlich die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Potsdam. Während seines Besuchs lobte er die Einrichtung als "großartig" und hob die "herausragenden Schlösser und Parkanlagen" hervor.
Weimer betonte, dass die Kunstsammlungen und Restaurierungsarbeiten der Stiftung oft zu wenig Beachtung fänden. Er versprach, ihr Profil durch bessere Finanzierung und fachliche Unterstützung zu stärken. Zudem sicherte er zu, dass die Stiftung weiterhin Rückhalt von der Bundesregierung und der Kulturpolitik erhalten werde.
Sein Besuch erfolgte vor dem Hintergrund eines laufenden Rechtsstreits wegen früherer Äußerungen. Ein Berliner Verwaltungsgericht erließ eine einstweilige Verfügung, die es Weimer untersagt, die Betreiber der Buchhandlung Zur schwankenden Weltkugel als "politische Extremisten" zu bezeichnen. Das Urteil stellte einen vorläufigen Erfolg für die Buchhändler dar, die gegen Weimers Aussagen in einem Interview mit der Zeit geklagt hatten.
Im Zuge der Kontroverse strich Weimer drei Buchhandlungen – in Berlin, Bremen und Göttingen – von der Liste der Preisträger des Deutschen Buchhandlungspreises. Trotz der Debatte bleibt er darauf fokussiert, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten "als Ganzes sichtbarer zu machen".
Die Gerichtsentscheidung verhindert, dass Weimer seine früheren Vorwürfe gegen die Buchhandlung wiederholt. Gleichzeitig treibt er seine Pläne voran, die Kunstsammlungen und Restaurierungsprojekte der Stiftung zu fördern. Der Ausgang des Streits könnte künftige Entscheidungen über Kulturförderung und Anerkennung beeinflussen.






