Wolfsangriff in Thüringen zerstört Schafherde einer Züchterfamilie
Heinz-Walter Koch IIWolfsangriff in Thüringen zerstört Schafherde einer Züchterfamilie
Wolfsangriff bei Urnshausen: Thüringer Schafzüchterfamilie erleidet schwere Verluste
Ein Wolfsangriff in der Nähe von Urnshausen hat eine Schafzüchterfamilie aus Thüringen mit schweren Verlusten zurückgelassen. Egon Specht, ein erfahrener Schäfermeister, entdeckte am Sonntagmorgen sechs tote Mutterschafe und zwei schwer verletzte Tiere in seiner Herde. Der Vorfall wirft erneut Fragen zum wachsenden Konflikt zwischen Weidetierhaltung und der Rückkehr der Wölfe in der Region auf.
Der Angriff ereignete sich in den frühen Stunden des Sonntags, als Specht die verletzten und toten Tiere auf seiner Weide vorfand. Die Schafe wiesen tiefe Bisswunden auf, weshalb die Familie Wölfe als Verursacher vermutet. Angesichts des Ausmaßes der Schäden geht sie zudem von mehreren Angreifern aus.
Das Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz hat Proben entnommen. Die Behörde wird nun prüfen, ob tatsächlich Wölfe für den Angriff verantwortlich sind. Insgesamt wurden sechs Schafe so schwer verletzt, dass sie dringend tierärztlich versorgt werden mussten.
Für die Familie Specht wiegen die Verluste schwerer als nur finanziell. Jedes Tier steht für Jahre sorgfältiger Zucht und Fürsorge. Zudem betonten sie die Bedeutung der Schafhaltung für die Erhaltung der offenen Kulturlandschaft der Rhön.
Der Vorfall hat bei Thüringer Weidetierhaltern die Forderung nach klareren gesetzlichen Regelungen im Umgang mit sogenannten "Problemwölfen" neu entfacht. Viele Landwirte kritisieren, dass die aktuellen Schutzbestimmungen sie wiederholten Angriffen schutzlos aussetzen – ohne wirksame Lösungen.
Die Familie Specht steht nach dem Angriff nun vor finanziellen und emotionalen Belastungen. Die offiziellen Testergebnisse werden bestätigen, ob Wölfe die Schuld tragen. Unterdessen wächst in der Thüringer Landwirtschaftsgemeinschaft der Druck auf strengere Regelungen zum Wolfsmanagement.






