16 March 2026, 14:11

Antisemitismus-Beauftragter der Linken in Brandenburg tritt nach internen Konflikten zurück

Ein Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, trägt die Aufschrift "Niemand kann uns daran hindern, unser von Gott gegebenes Recht auf Wahl auszuüben."

Brandenburg Left Bedauert Abgang von Büttner - Antisemitismus-Beauftragter der Linken in Brandenburg tritt nach internen Konflikten zurück

Andreas Büttner, der Antisemitismus-Beauftragte der Linken in Brandenburg, ist von seinem Amt zurückgetreten. Er warf der Partei vor, Antisemitismus nicht klar genug zu benennen, und nannte persönliche Angriffe als Hauptgrund für seinen Rückzug.

Büttners Rücktritt folgt auf monatelange Spannungen innerhalb der Partei. Bereits im Januar war er einem Angriff ausgesetzt, auf den die Linke seiner Aussage nach erst nach drei Tagen reagierte. Später kritisierte er die Organisation für ihre zögerliche Reaktion und das Fehlen einer klaren Haltung gegen Antisemitismus.

Der Landesverband der Linken in Brandenburg wies Büttners Vorwürfe zurück. Stefan Wollenberg, der Landesgeschäftsführer, betonte, die Partei habe unmittelbar nach dem Vorfall gehandelt. Zudem bekräftigte er, dass sich der Landesverband hinter die bestehenden Beschlüsse der Bundespartei zum Thema Antisemitismus stelle.

Trotz der Auseinandersetzung bedankte sich Wollenberg bei Büttner für dessen Arbeit. Der Brandenburgische Landesverband äußerte "tiefes Bedauern" über dessen Entscheidung, die Partei zu verlassen. Konkrete Maßnahmen als Reaktion auf Büttners Kritik wurden jedoch nicht genannt.

Sein Rücktritt fällt in eine Phase größerer Kontroversen: Im März 2026 hatte der Landesverband Niedersachsen der Linken einen Beschluss gefasst, der Israels Existenzrecht in Frage stellte. Büttner hatte dies zuvor als Beispiel für die problematische Haltung der Partei gegenüber Antisemitismus angeführt.

Mit Büttners Ausscheiden bleibt die Linke in Brandenburg ohne ihren Antisemitismus-Beauftragten. Die Partei betont, alle Verfahren eingehalten zu haben, doch sein Rückzug wirft Fragen über den Umgang mit solchen Themen auf. Bundesweite politische Konsequenzen als Reaktion auf seine Kritik wurden bisher nicht angekündigt.

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