21 March 2026, 10:10

Brandenburgs neue SPD-CDU-Koalition startet mit bröckelndem Vertrauen und knapper Mehrheit

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Umfrage: Mehrheit unzufrieden mit der Arbeit von MP Woidke - Brandenburgs neue SPD-CDU-Koalition startet mit bröckelndem Vertrauen und knapper Mehrheit

Brandenburgs politische Landschaft hat sich nach monatelanger Unsicherheit gewandelt. Im März 2026 übernahm eine neue Koalition aus SPD und CDU die Regierung – als Nachfolgerin des gescheiterten SPD/BSW-Bündnisses. Dietmar Woidke bleibt zwar Ministerpräsident, doch das Vertrauen der Bevölkerung in seine Führung wirkt brüchig.

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Die Vorgängerregierung aus SPD und BSW war bereits im Januar 2026 an internen Streitigkeiten innerhalb der BSW zerbrochen. Nach wochenlangen Verhandlungen einigten sich SPD und CDU auf eine Koalition mit knapper Mehrheit. Das neue Kabinett, das zwischen dem 18. und 20. März vereidigt wurde, besetzt Schlüsselpositionen mit CDU-Mitgliedern: Jan Redmann übernimmt die Ämter des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenministers, zudem führen CDU-Politiker die Ressorts für Wirtschaft und Bildung.

Auf der Agenda der Koalition stehen die Einstellung weiterer Lehrkräfte und Polizisten, wirtschaftliche Entlastungsmaßnahmen sowie Haushaltskürzungen. Obwohl der Koalitionsvertrag innerhalb der SPD mit 96 Prozent Zustimmung durchgewunken wurde, bleibt die öffentliche Unterstützung schwach. Umfragen zufolge sind 43 Prozent der Brandenburger mit Woidkes Amtsführung unzufrieden, nur 41 Prozent zeigen sich grundlegend zufrieden. Noch deutlicher wird die Skepsis bei der Frage einer möglichen Wiederkandidatur 2029: 37 Prozent lehnen dies ab, während nur 27 Prozent dafür sind.

Die Kritik richtet sich jedoch nicht nur gegen Woidke. Mehr als die Hälfte der Wähler (55 Prozent) zweifelt daran, dass die neue Regierung das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen kann. 41 Prozent halten Neuwahlen für die bessere Alternative gewesen.

Mit einer hauchdünnen Mehrheit von nur zwei Sitzen im Landtag regiert die SPD-CDU-Koalition nun ein Land, das mit wirtschaftlichen Problemen, Extremismus und Unmut in der Bevölkerung kämpft. Angesichts des geringen Vertrauens in Regierung und Ministerpräsident gestaltet sich der Weg nach vorn jedoch schwierig.

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