21 March 2026, 16:18

Hessen: 7-Prozent-Lohnforderung für 58.000 Landesbedienstete eskaliert

Eine große Gruppe von Menschen, die vor einem Gebäude protestieren, einige halten Schilder und tragen Helme, mit einem Mast und einer Tafel im Vordergrund und einem Baum im Hintergrund.

DGB: Rund 1.500 Teilnehmer bei der Aktionskundgebung der Beamten - Hessen: 7-Prozent-Lohnforderung für 58.000 Landesbedienstete eskaliert

Gewerkschaften im öffentlichen Dienst Hessens fordern 7 Prozent mehr Lohn für 58.000 Landesbedienstete

Die Gewerkschaften im öffentlichen Sektor Hessens kämpfen für eine Lohnsteigerung von 7 Prozent für die rund 58.000 Beschäftigten des Landes. Sie argumentieren, dass die Gehälter seit Jahren nicht mit den Lebenshaltungskosten Schritt gehalten hätten und sich die Personalknappheit weiter verschärfe. Bereits in Frankfurt und anderen Städten haben Tausende an Protesten teilgenommen, um faire Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen zu fordern.

Im Mittelpunkt des Konflikts stehen langjährige Beschwerden über zu niedrige Löhne. Ende 2021 urteilte das Verwaltungsgericht Kassel, dass die Besoldung der Beamt:innen in Hessen zwischen 2013 und 2020 unrechtmäßig niedrig gewesen sei und damit gegen das Grundgesetz verstoße. Die Gewerkschaften bestehen nun darauf, dass jede neue Lohnvereinbarung für alle Landesbeschäftigten – einschließlich der Beamt:innen – gelten und verfassungskonform sein muss.

Konkret fordern sie eine monatliche Mindesterhöhung von 300 Euro für die Beschäftigten. Zudem sollen die Gehälter an die Inflation angepasst und vergangene Reallohnverluste ausgeglichen werden. Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) berichtete, demonstrierten rund 1.000 Beamt:innen in Frankfurt, während sich 500 weitere an einer Fotoaktion in Nordhessen beteiligten.

Hessens Vorgehen unterscheidet sich deutlich von dem anderer Bundesländer. Baden-Württemberg und Bayern passen die Bezahlung im öffentlichen Dienst regelmäßig an die verfassungsrechtlichen Vorgaben an. Hessen hingegen sieht sich immer wieder mit Streitigkeiten über faire Entlohnung konfrontiert. Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, betonte, wie unverzichtbar der öffentliche Sektor sei, und forderte konkrete Schritte bei Löhnen und Arbeitsbedingungen.

Vor der dritten Verhandlungsrunde bleibt die Situation festgefahren. Beide Seiten werden am 26. und 27. März wieder zusammenkommen, um die Gespräche fortzusetzen.

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Das Ergebnis der anstehenden Verhandlungen wird entscheiden, ob die Beschäftigten im hessischen öffentlichen Dienst höhere Löhne erhalten. Sollte keine Einigung erzielt werden, drohen weitere Proteste und mögliche Arbeitsniederlegungen. Die Gewerkschaften haben klar gemacht, dass ein Kompromiss sowohl Lohnerhöhungen als auch die verfassungskonforme Besoldung der Beamt:innen umfassen muss.

Quelle