Daiichi Sankyo investiert eine Milliarde Euro in Bayern – trotz Kritik an der Gesundheitspolitik
Heinz-Walter Koch IIDaiichi Sankyo investiert eine Milliarde Euro in Bayern – trotz Kritik an der Gesundheitspolitik
Daiichi Sankyo plant Investitionen von rund einer Milliarde Euro in den Ausbau seines Forschungs- und Produktionsstandorts in Pfaffenhofen, Bayern. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der andere Pharmaunternehmen ihre Investitionen in Deutschland zurückfahren. Für das japanische Unternehmen ist das Werk in Pfaffenhofen nicht nur der größte Standort außerhalb Japans, sondern auch ein zentraler Baustein seiner globalen Aktivitäten.
Benoit Creveau, Deutschland-Chef von Daiichi Sankyo, übt scharfe Kritik an den Plänen der Bundesregierung zur Krankenversicherungsreform. Die Entwürfe nannte er enttäuschend, betonte jedoch, dass ein Stopp der Expansion keine Option sei. Deutschland bleibe ein Schlüsselmarkt für das Unternehmen, das jährlich rund 11,5 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.
Die Investition in Pfaffenhofen zählt zu den größten in der Unternehmensgeschichte von Daiichi Sankyo. Zu den entscheidenden Faktoren gehören langjährige Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen, der Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften sowie zuverlässige lokale Zulieferer.
Trotz Kritik an der deutschen Gesundheitspolitik treibt das Unternehmen die milliardenschwere Investition voran. Der Ausbau in Pfaffenhofen soll die Position des Konzerns in Europa weiter stärken. Die Bedeutung des Standorts als größtes Werk außerhalb Japans unterstreicht seine strategische Rolle für die globale Ausrichtung des Unternehmens.
