21 March 2026, 06:09

DDR-Symbole nach der Wende: Vom Sperrmüll ins Berliner Museum

Zwei Medaillen mit lila und weißen Bändern, die mit eingravierter Schrift versehen sind, auf einer maronenfarbenen Oberfläche.

Neue Ausstellung: 'Die Beseitigung von GDR-Staatssymbolen' - DDR-Symbole nach der Wende: Vom Sperrmüll ins Berliner Museum

Drei Jahrzehnte nach dem Fall der Deutschen Demokratischen Republik sind deren staatliche Symbole aus dem öffentlichen Leben so gut wie verschwunden. Flaggen, Embleme und Orden, die einst mit der DDR verbunden waren, wurden rasant entfernt – und nun untersucht ein Berliner Museum, was aus ihnen geworden ist. Das DDR-Museum in Berlin-Mitte zeigt in einer Sonderausstellung, welche Wege diese entsorgten Relikte genommen haben.

Die Ausstellung mit dem Titel "Ein Land im Container: Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole" läuft noch bis Mitte November. Sie beleuchtet, warum diese Symbole nach der Wiedervereinigung so schnell aus dem öffentlichen Raum verschwanden. Viele landeten in den frühen 1990er-Jahren im Sperrmüll oder wurden auf Flohmärkten verkauft.

Offizielle Aufzeichnungen darüber, wie viele Staatsembleme und Auszeichnungen tatsächlich vernichtet wurden, gibt es nicht. Große Mengen wurden entsorgt, besonders in den ostdeutschen Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Auch Berlin, die ehemalige Hauptstadt, verzeichnete eine beträchtliche Menge an Entsorgungen.

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Ein kleiner Teil dieser Gegenstände überlebte. Einige wurden bewahrt und sind heute in Museumsbeständen zu finden – ein Einblick in das materielle Erbe der DDR.

Die Ausstellung macht deutlich, wie zügig die DDR-Symbole aus dem öffentlichen Raum getilgt wurden. Gleichzeitig zeigt sie, wie wenig dokumentiert ist, was mit ihnen geschah. Besucher können die Überreste eines untergegangenen Staates sehen – nun beschränkt auf Container, Archive und Museumsvitrinen.

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