17 June 2026, 18:22

Dermbach diskutiert umstrittene Windenergiepläne mit klarer Bürgerkritik

Öffentliche Versammlung in Dermbach: Kritische Fragen dominieren die Debatte

Dermbach diskutiert umstrittene Windenergiepläne mit klarer Bürgerkritik

In der Gemeinde Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung statt, um über die Windenergie in der Region zu diskutieren. Rund 100 Anwohner, Gemeinderäte und Vertreter einer Bürgerinitiative nahmen an der Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt standen das ausgewiesene Windvorranggebiet W 14 sowie der Teilplan zur Windenergieentwicklung.

Landrat Dr. Michael Brodführer bestätigte, dass im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön keine Windkraftanlagen errichtet werden sollen. Der zweite Entwurf des Teilplans sieht 40 neue Windvorranggebiete vor, die insgesamt etwa 7.483 Hektar umfassen. Diese Flächen übertreffen zwar das Thüringer Ziel für 2027, reichen jedoch für die Vorgaben bis 2032 nicht aus.

Während der Fragerunde überwogen kritische Stimmen zur Windenergie, die mehr Bürgerbeteiligung forderten. Anwohner äußerten Bedenken hinsichtlich gesundheitlicher Risiken, Landschaftsbeeinträchtigungen und fehlender konkreter Bedarfsanalysen für die regionale Energieversorgung. Zudem wurde hinterfragt, wie eine stabile, bedarfsgerechte Energieversorgung ohne ausreichende Speicherkapazitäten für Windstrom sichergestellt werden solle.

Die Bürgerinitiative „Gegen Windräder im Wald“ aus Stadtlengsfeld bot den Anwohnern Unterstützung an. Sie erklärte sich bereit, bei der Formulierung und Einreichung offizieller Stellungnahmen und Einsprüche zu helfen.

Die Versammlung zeigte eine deutliche lokale Ablehnung gegen Teile des Windenergieplans. Die Anwohner forderten mehr Transparenz und Mitsprache bei den Entscheidungen. Die vorgeschlagenen Gebiete und ihre Vereinbarkeit mit den Landeszielen bleiben ein zentraler Streitpunkt.

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