FC Erzgebirge Aue steht vor dem bitteren Abstieg in die Regionalliga
Stjepan HeinrichAbstieg droht: Erzgebirge Aue verliert in Mannheim - FC Erzgebirge Aue steht vor dem bitteren Abstieg in die Regionalliga
FC Erzgebirge Aue steht vor dem fast sicheren Abstieg aus der 3. Liga – und das bei nur noch acht ausstehenden Spielen. Die jüngste Niederlage, ein 1:2 gegen den SV Waldhof Mannheim, verlängerte die sieglose Serie des Clubs seit Dezember. Finanzielle Engpässe und ein schrumpfendes Budget haben die Mannschaft an den Rand des Abstiegs in die Regionalliga gebracht.
Im Spiel ging Aue durch Marvin Stefaniaks Tor in der 44. Minute kurzzeitig in Führung. Doch Lovis Bierschenk glich für Mannheim bereits sechs Minuten später aus. In der Nachspielzeit traf Terrence Boyd zum Siegtreffer – ein Tor, das wegen einer möglichen Abseitsposition für Diskussionen sorgte, da die 3. Liga über kein Videobeweis-System verfügt.
Abseits des Platzes sind die Probleme des Vereins noch tiefer verwurzelt. Seit der Saison 2022/23 kämpft Aue mit einer finanziellen Krise: Die Schulden belaufen sich auf über 10 Millionen Euro, während das Budget von einst 12 Millionen auf unter 5 Millionen Euro bis 2024 zusammengestrichen wurde. Mehrheitsinhaber Andy Kunz treibt die Sanierung voran – durch Sparmaßnahmen wie Spielerverkäufe und Personalabbau. Partnerschaften mit Sponsoren wie der Erzgebirge Sparkasse halfen bei der Schuldenumstrukturierung, während der Club für die Saison 2025 ein Budget von 10 Millionen Euro anpeilt, um schnell in die 3. Liga zurückzukehren.
Die Vereinsführung gibt offen zu, dass die Lage prekär ist. Mit einer Lücke zum rettenden Ufer, die bald im zweistelligen Bereich liegen könnte, wurden Pläne bis zum Sommer 2027 ausgearbeitet. Trotz der Kürzungen will der Club seine professionelle Infrastruktur erhalten und 2025 den Wiederaufstieg schaffen.
Der Abstieg scheint für Aue nun unvermeidbar und setzt dem 3.-Liga-Engagement des Vereins ein trauriges Ende. Der Fokus liegt nun auf der finanziellen Erholung und dem Neuaufbau für ein mögliches Comeback. Ob der Club in der Regionalliga überleben kann, hängt davon ab, in den nächsten zwei Jahren Investitionen zu sichern und Stabilität zu wahren.






