FDP Solingen verliert ihre besten Köpfe – ist die Partei noch zu retten?
Stjepan HeinrichFDP Solingen verliert ihre besten Köpfe – ist die Partei noch zu retten?
Die Solinger FDP steht vor einer Abwanderungswelle, da wichtige Mitglieder die Partei verlassen. Darunter ist auch Daniel Schirm, dessen Austritt Kritik ausgelöst und Sorgen um die Zukunft der Partei geschürt hat. Besonders beachtet wird seine Entscheidung, sein Stadtratsmandat zu behalten, während er die Partei verlässt.
In den vergangenen Jahren haben bereits mehrere prominente Persönlichkeiten die Solinger FDP verlassen, darunter Dr. Robert Weindl, Jürgen Albermann, Dr. Esther Heidbüchel, Daniel Weber, Uwe Steinweh, Prof. Selden Schröder und Andreas Zelljahn – allesamt angesehene Fachleute mit starkem administrativem und bürgergesellschaftlichem Engagement.
Daniel Schirms Abgang verschärft nun die Verluste. Richard Collings bezeichnete Schirm einst als den „besten Mann“ unter Solingens Liberalen. Doch sein Austritt bei gleichzeitiger Beibehaltung des Stadtratsmandats wird als egoistischer Schritt und Eingeständnis des Scheiterns gewertet.
Die Probleme der Partei verschärfen sich durch den wahrscheinlichen Abgang von Karin van der Most, einer weiteren führenden Persönlichkeit. Dario Dzamastagic, ehemaliges Stadtratsmitglied und FDP-Vorstand, gehört ebenfalls zu den Ausgetretenen. Beobachter sprechen von einer negativen Auslese, bei der die fähigsten Mitglieder die Partei verlassen.
Die Solinger FDP steht nun an einem Scheideweg. Die schrumpfende Mitgliederzahl gefährdet bürgerliche Mehrheiten und könnte zu finanziellen Engpässen führen. Immer lauter werden die Rufe nach einer ehrlichen Reform, um die Partei wieder für diejenigen attraktiv zu machen, die Leistung, Verantwortung und Freiheit schätzen.






