Drogen: Reich will Energiewende und Bürgerenergie behindern - Grüne attackieren Reiches Energiepläne als Bremse für die Wende
Die jüngsten Gesetzespläne von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche haben scharfe Kritik der Grünen ausgelöst. Fraktionschefin Katharina Dröge warnt, die Vorschläge könnten die Energiewende in Deutschland ausbremsen und erneuerbare Energieprojekte im ganzen Land destabilisieren. Auch Wirtschaftsverbände und Umweltschützer lehnen die Pläne vehement ab – die Regierungskoalition ist tief gespalten.
Nach Reiches Entwürfen sollen Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen in bestimmten Fällen keinen Anspruch mehr auf Entschädigung haben, wenn ihre Einspeisung aus Netzsicherheitsgründen gedrosselt wird. Zudem erhalten Netzbetreiber künftig das Recht, selbst zu entscheiden, welche Projekte ans Netz angeschlossen werden – eine Machtverschiebung weg von der zentralen Planung. Darüber hinaus sollen Anlagenbetreiber an den Kosten des Netzausbaus beteiligt werden, was Kritiker als unzumutbare Belastung für die Erzeuger anprangern.
Dröge bezeichnete die Pläne als Versuch, die Energiewende "abzuwürgen", und warnte vor "Chaos und regionaler Zersplitterung". Sie betonte, dass zwischen 2021 und 2026 in Deutschland rund 2.000 bis 2.500 Bürgerenergieprojekte entstanden seien, mit Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg als Vorreitern. Diese Initiativen seien zu einer wichtigen Einnahmequelle für Kommunen und Genossenschaften geworden, so Dröge.
Die Grünen-Chefin kündigte an, sich gegen Reiches Vorhaben zur Wehr zu setzen, und versprach, die "Bürgerenergie" als tragenden Pfeiler der erneuerbaren Energien zu verteidigen. Gleichzeitig warnte sie, dass die durch die Pläne geschaffene Unsicherheit künftige Investitionen abschrecken könnte – mit der Folge, dass Unternehmen und Gemeinden die nötige Planungssicherheit verlieren.
Der Streit offenbart die tiefen Gräben in der deutschen Energiepolitik. Reiches Pläne stoßen nicht nur bei den Grünen, sondern auch bei Umwelt- und Wirtschaftsverbänden auf Widerstand. Ohne Kompromiss drohen die Vorschläge, den Netzausbau zu verzögern und den Ausbau der erneuerbaren Energien im Land zu schwächen.
Reiche's Year-Long Strategy to Weaken Renewables Sparks Backlash
New analysis reveals Minister Reiche has pursued a consistent strategy since 2025 to undermine renewable energy growth. Key measures include:
- Abolishing fixed feed-in tariffs for solar rooftops
- Tying renewables expansion to delayed grid upgrades
- Requiring investors to fund network expansion costs These policies, revealed in February 2026, aim to increase financial risks for green projects while maintaining subsidies for fossil fuel plants during grid overloads.






