Hamburgs Kreuzfahrthafen bricht Passagierrekorde und setzt auf grüne Energie
Heinz-Walter Koch IIHamburg bleibt Deutschlands größter Kreuzfahrthafen - Hamburgs Kreuzfahrthafen bricht Passagierrekorde und setzt auf grüne Energie
Hamburg hat seine Position als Deutschlands führender Kreuzfahrthafen weiter gestärkt: 2023 begrüßte die Stadt 1,4 Millionen Passagiere. Zudem verzeichnete der Hafen 295 Schiffsanläufe – ein deutlicher Anstieg der Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei der Reduzierung von Emissionen durch Landstromversorgung gab es bedeutende Fortschritte.
Im vergangenen Jahr nutzten 162 Kreuzfahrtschiffe den Hamburger Landstromanschluss – ein Plus von 25 Prozent gegenüber 2022. Das entspricht 71 Prozent aller infrage kommenden Schiffe und trug dazu bei, Luftschadstoffe und CO₂-Emissionen während der Liegezeiten zu verringern. Die Stadt treibt nun den Ausbau ihrer grünen Infrastruktur voran: Bis 2024 sollen alle drei Kreuzfahrtterminals mit Landstrom ausgestattet sein, noch vor den EU-Vorgaben.
Die Ausgaben der Passagiere in Hamburg lagen durchschnittlich bei 133,59 Euro pro Besuch, wobei über 70 Prozent in Restaurants, kulturelle Einrichtungen und Einkäufe flossen. Zudem verlängern immer mehr Reisende ihren Aufenthalt: 38 Prozent buchen mittlerweile mindestens eine Übernachtung vor oder nach der Kreuzfahrt – doppelt so viele wie noch 2016. Insgesamt stieg die Passagierzahl im Vergleich zu 2022 um 100.000.
Die Umweltorganisation NABU, die seit 2011 für umweltfreundlichere Kreuzfahrtbetriebe kämpft, begrüßte den Ausbau der Landstromversorgung. Gleichzeitig fordert sie weitere Maßnahmen, um die ökologischen Auswirkungen der Branche zu verringern.
Hamburgs Kreuzfahrtsektor wächst – mit steigenden Passagierzahlen und verstärkten Umweltschutzmaßnahmen. Die frühzeitige Einführung von Landstrom und die wachsenden Touristenausgaben unterstreichen die Bedeutung des Standorts. Sowohl Behörden als auch Umweltschützer sehen jedoch weiteren Handlungsbedarf, um die Nachhaltigkeit zu verbessern.






