Hessen verzeichnet Rückgang der Asylanträge – doch Wartezeiten steigen drastisch
Caren PaffrathGeringere Anzahl von Flüchtlingen aus sicheren Herkunftsländern - Hessen verzeichnet Rückgang der Asylanträge – doch Wartezeiten steigen drastisch
Deutschland hat seine Liste der "sicheren Herkunftsstaaten" für Asylsuchende aktualisiert – darunter Länder wie Albanien, Bosnien und Herzegowina sowie Serbien. Gleichzeitig zeigen neue Daten einen deutlichen Anstieg der Aufenthaltsdauer bestimmter Gruppen in Erstaufnahmeeinrichtungen. Die Änderungen erfolgen vor dem Hintergrund eines spürbaren Rückgangs der Asylantragszahlen in Hessen im Vergleich zu den Vorjahren.
Die deutsche Bundesregierung stuft derzeit zehn Staaten als "sichere Herkunftsstaaten" ein: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Ghana, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro, Moldau, Senegal und Serbien. Die Anträge aus diesen Ländern sind seit 2020 insgesamt rückläufig, wobei die Zahlen je nach Jahr und Land variieren. In Hessen stammte im vergangenen Jahr kein einziger dieser Staaten unter den Asylbewerbern auf einen Anteil von auch nur 1 Prozent.
Auch die Gesamtzahl der Asylsuchenden in Hessen ist gesunken. Im vergangenen Jahr wurden dort knapp 8.000 Anträge bearbeitet – fast 50 Prozent weniger als im Vorjahr mit rund 15.000 Antragen. Dennoch hat sich die Verweildauer in den Erstaufnahmeeinrichtungen verlängert. Syrer bleiben im Schnitt nun 197 Tage, nach 66 Tagen im Jahr 2023. Bei türkischen Antragstellern stieg die durchschnittliche Dauer von 63 auf 226 Tage im gleichen Zeitraum.
Nach deutschem Recht ist der Aufenthalt in diesen Einrichtungen normalerweise auf 18 Monate begrenzt, sofern keine besonderen Umstände vorliegen.
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen zwei zentrale Trends: einen kontinuierlichen Rückgang der Asylanträge aus "sicheren Herkunftsstaaten" sowie längere Aufenthalte in Erstaufnahmeeinrichtungen für bestimmte Nationalitäten. Zwar sinken die Gesamtzahlen in Hessen, doch Bearbeitungsverzögerungen scheinen die Verweildauer der Antragstellenden in der Erstunterkunft zu verlängern.
Germany to Expand 'Safe Countries' List – Key Details Revealed
New policy changes will broaden Germany's list of 'safe countries of origin' beyond its current ten. The government plans to add Algeria, India, Morocco, and Tunisia initially, with further reviews scheduled. These updates align with coalition agreement goals to streamline migration processes. The expansion will occur in stages, starting with February 2026 simplifications and July 2026 reforms.






