Hessens Apothekerkammer nimmt Rentner und Nichtberufstätige neu auf
Stjepan HeinrichHessens Apothekerkammer nimmt Rentner und Nichtberufstätige neu auf
Die Landesapothekerkammer Hessen (LAK) erweitert ihre Mitgliedschaft um nicht berufstätige Apothekerinnen und Apotheker. Dies folgt auf eine Novelle des Landesheilberufegesetzes, das die Kammer nun verpflichtet, alle Apotheker mit Hauptwohnsitz in Hessen zu registrieren – selbst wenn sie nicht mehr im Berufsfeld aktiv sind. Die Änderung bringt neue administrative Herausforderungen und finanzielle Anpassungen für die Organisation mit sich.
Durch das aktualisierte Gesetz muss die Kammer nun Rentner und nicht praktizierende Apotheker in ihrem Zuständigkeitsbereich identifizieren und von ihnen Beiträge erheben. Um den Übergang zu erleichtern, hat die LAK ihre Mitgliedsbeiträge für das laufende Jahr halbiert und strebt so eine Reduzierung ihrer finanziellen Rücklagen an. Zudem wird eine überarbeitete Gebührenordnung eingeführt, um die neue Mitgliedergruppe zu berücksichtigen.
Die Umstellung wird voraussichtlich den Verwaltungsaufwand für die Kammergeschäftsstellen erhöhen. Unterdessen haben auch andere Bundesländer ihre Beitragsstrukturen angepasst: In Sachsen zahlen angestellte Apotheker nun 228 Euro Jahresbeitrag – eine Erhöhung gegenüber den bisherigen 152 Euro. Berlin hat die Gebühren noch deutlicher angehoben: Hier betragen die Beiträge für angestellte Apotheker nun 294 Euro, was einem Plus von 100 Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für freiwillige Mitglieder bleibt der niedrigste Quartalsbeitrag bei 40 Euro.
In Niedersachsen gehört die Pharmazeutische Zeitung (PZ) nicht mehr zum Leistungspaket der Mitgliedschaft – eine weitere Veränderung der Angebote für Apotheker in den verschiedenen Bundesländern.
Die erweiterten Mitgliedschaftsanforderungen der LAK bringen mehr Berufsangehörige unter ihre Aufsicht. Mit angepassten Beiträgen und steigendem Verwaltungsaufwand bereitet sich die Kammer auf eine intensivere Phase vor. Die Änderungen spiegeln größere Verschiebungen wider, wie regionale Körperschaften die Registrierung und Finanzierung von Apothekern gestalten.






