Kampf um den Erhalt: Droht dem On-Demand-Bus Flexo in Salzgitter das Aus?
Heinz-Walter Koch IIKampf um den Erhalt: Droht dem On-Demand-Bus Flexo in Salzgitter das Aus?
Ungewisse Zukunft für den On-Demand-Bus "Flexo" in Salzgitter
Der bedarfsgesteuerte Busdienst Flexo in Salzgitter steht vor einem ungewissen Schicksal: Die aktuelle Förderung läuft Ende 2026 aus. Da der Service seit seiner Einführung auf regionale Zuschüsse angewiesen ist, könnte er eingestellt werden – sofern die Kommunen nicht einspringen und die Kosten übernehmen. Bereits jetzt machen sich Anwohner und Studierende für den Erhalt der Busse stark, deren Betrieb nach dem Stichtag im kommenden Jahr sonst endet.
Ursprünglich wurde Flexo mit Unterstützung des Regionalverbands Braunschweig eingeführt, der bis Ende 2026 die Hälfte der Kosten trägt. Danach liegt die Finanzierungsverantwortung vollständig bei den einzelnen Gemeinden. Während benachbarte Regionen wie der Landkreis Gifhorn und Baddeckenstedt bereits langfristige Verträge abgeschlossen haben – bis 2033 bzw. 2031 – bleibt der Fortbestand des Salzgitterer Angebots fraglich.
Zwei junge Aktivistinnen kämpfen nun um den Erhalt der Linie. Die 19-jährige Schülerin Ece Hickorkmaz ist auf Flexo für ihre anstehende Berufsausbildung angewiesen. Gemeinsam mit Esila Isbilir startete sie eine Online-Petition, die bis Sonntag bereits 460 Unterschriften gesammelt hat. Zudem verteilen sie Flyer, stehen in Kontakt mit dem Betriebsrat der KVG und wenden sich an lokale Politiker wie Christian Striese, den Bürgermeister des Salzgitterer Stadtteils Nordost.
Aktuell bedient Flexo mehrere Gebiete, darunter Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und Baddeckenstedt. Die endgültige Entscheidung, ob die Förderung ab 2027 verlängert wird, liegt bei den kommunalen Verantwortungsträgern. Ohne neue Finanzzusagen wird der Dienst in Salzgitter Ende 2026 eingestellt. Die Initiatorinnen mobilisieren weiter Unterstützung, doch die Zukunft der Busse hängt nun davon ab, ob die Kommunen die nötigen Mittel bereitstellen. Das Ergebnis wird maßgeblich darüber entscheiden, wie es um die Verkehrsanbindung in den kleineren Orten und Dörfern der Region bestellt ist.






