Martin La Roche baut einen Gedächtnispalast in Wiesbaden – und lädt zum Mitmachen ein
Stjepan HeinrichMartin La Roche baut einen Gedächtnispalast in Wiesbaden – und lädt zum Mitmachen ein
Künstler Martin La Roche verwandelt den Nassauischen Kunstverein Wiesbaden im nächsten Frühjahr in einen immersiven Gedächtnispalast. Seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland macht das gesamte Gebäude zu einer begehbaren Erforschung von Erinnerung, Sammelleidenschaft und Archivierung. Die Schau eröffnet am 28. März 2025 und läuft bis zum 15. Juni.
Die Ausstellung erstreckt sich über alle neun Räume auf zwei Etagen des Kunstvereins, wobei jeder Raum als eigenständiger Erzählkosmos konzipiert ist. Besucher:innen durchlaufen einen vielschichtigen Parcours und begegnen Installationen, die La Roches langjähriges Interesse daran widerspiegeln, wie wir Erfahrungen bewahren und abrufen.
Ein Höhepunkt ist Sandspiel, eine interaktive Installation im Spielzimmer. Hier können Gäste Objekte auswählen, die für sie persönliche Bedeutung tragen, und sie im Sand anordnen, um eigene Erinnerungsspuren zu schaffen. Ein weiteres zentrales Werk ist das Musée Légitime – ein tragbares Museum, das in einen Hut passt. Es enthält 18 Miniatur-Museumshüte und 193 winzige Kunstwerke, die von Künstler:innen weltweit zusammengetragen wurden.
Die Ausstellung ist während der Woche und am Wochenende zu wechselnden Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit zugänglich. Jeder Raum bietet eine andere Möglichkeit, sich mit den Themen Archivierung und Erinnerung auseinanderzusetzen.
La Roches Gedächtnispalast lädt die Besucher:innen ein, in ein räumliches Modell des Gedächtnisses einzutauchen, das persönliche und kollektive Erfahrungen verbindet. Die Schau bleibt bis zum 15. Juni 2025 zu sehen und verspricht eine ungewöhnliche Reise durch die künstlerische Auseinandersetzung des Künstlers mit der Frage, wie wir die Vergangenheit speichern und wieder abrufen.






