27 March 2026, 14:16

Martin-Luther-King-Park: Warum Hundebesitzer in Mainz jetzt protestieren

Ein von einem Kettenzaun umgebener Hundepark mit einem Schild, umgeben von Bäumen, Pflanzen, Gras und einer Straße, mit Gebäuden und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Martin-Luther-King-Park: Warum Hundebesitzer in Mainz jetzt protestieren

Martin-Luther-King-Park in Mainz: Beliebte Grünfläche und Streitpunkt für Hundebesitzer

Der Martin-Luther-King-Park in Mainz dient als wichtige Fußgänger- und Radverbindung zwischen Hartenberg-Münchfeld und der Innenstadt. Die Grünanlage ist besonders bei Hundebesitzern beliebt, doch die Nutzung sorgt zunehmend für Spannungen. Im Juli 2025 versammelten sich Anwohner mit ihren Tieren, um bessere Einrichtungen für Hunde in der Gegend zu fordern.

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Der Park verfügt bereits über Bänke, einen Tischtennistisch, eine Boule-Bahn, einen Fußballplatz und einen Basketballkorb. Trotz dieser Angebote hat sich eine Gruppe von Hundehaltern inoffiziell Teile der Fläche angeeignet und lässt ihre Tiere oft ohne Leine laufen. Offizielle Schilder weisen das Gelände jedoch als "öffentliche Grünanlage" aus, in der Leinenpflicht herrscht.

Im Mai 2024 billigte der Stadtrat Pläne zur Neugestaltung des Parks und seiner Umgebung. Die Vorschläge sahen keinen speziellen Hundeauslauf vor, sondern konzentrierten sich auf die Attraktivität für Besucher. Stadträtin Steinkrüger bestätigte später, dass Mainz sich gegen die Umwandlung öffentlicher Grünflächen in eingezäunte Hundebereiche ausspricht.

Die Wut der Hundebesitzer entlud sich im Juli 2025 in einer Protestaktion. Die Demonstration bewog den Rat dazu, die Verwaltung mit der Prüfung möglicher Standorte für eingezäunte Hundewiesen zu beauftragen. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der Mainz – bekannt für die höchsten Hundesteuersätze Deutschlands – 2024 Millionen durch die Hundesteuer eingenommen hat.

Nun steht die Stadt vor der Herausforderung, die Parkaufwertung mit den Bedürfnissen der Hundehalter in Einklang zu bringen. Die Behörden werden Grundstücke auf Eignung für eingezäunte Hundebereiche prüfen, wie es die Protestierenden gefordert haben. Derweil bleibt der Martin-Luther-King-Park eine vielgenutzte Verbindung für Spaziergänger, Radfahrer und Tierbesitzer gleichermaßen.

Quelle