Maxim-Gorki-Theater feiert bewegenden Abschied mit Blick auf Berlins kulturelle Zukunft
Stjepan HeinrichMaxim-Gorki-Theater feiert bewegenden Abschied mit Blick auf Berlins kulturelle Zukunft
Das Maxim-Gorki-Theater setzt mit einem Abschiedsabend einen Meilenstein und feiert sein künstlerisches Erbe. Die Veranstaltung markierte einen Wendepunkt für die renommierte Berliner Institution. Gäste kamen zusammen, um über die Wirkung des Theaters und die Entwicklung der Stadt selbst nachzudenken.
Der Abend begann mit Via Jikeli, die Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan aufführte. Später betrat Jonas Dassler die Bühne, um den Fledermaus-Aussterbe-Song zu singen, bevor sich die Gäste in eine nahegelegene Bar begaben, um den Abend fortzusetzen. Das unter dem Titel Lieder aus den letzten Jahren stehende Konzert ging nahtlos in eine lebhafte Feier über.
Shermin Langhoff, die scheidende Intendantin, hielt sich mit kurzen Dankesworten zurück und verzichtete auf eine lange Rede. Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, würdigte sie in einer bewegenden Ansprache. Im Laufe des Abends tauschten sich die Anwesenden darüber aus, wie sich Berlin und seine Bewohner im Laufe der Zeit verändert haben.
Die Veranstaltung unterstrich auch den bleibenden Einfluss des postmigrantischen Theaters. Gemäß dem zentralen Motto des Abends hat es sich einen festen Platz im weiteren kulturellen Kanon erobert. Als der Abend zu Ende ging, hallte der Gedanke nach: „Das Gorki ist tot. Es lebe das Gorki.“
Der Abschiedsabend rückte die Erfolge des Theaters und seine prägende Rolle für die Berliner Kulturlandschaft in den Fokus. Die Zusammenkunft endete mit einer Mischung aus Wehmut und Zuversicht für die Zukunft. Vertraute Elemente der Stadt, wie die lokale Kneipe, vermittelten dabei ein tröstliches Gefühl der Kontinuität.






