26 June 2026, 08:01

Neuköllns Bezirksbürgermeister rügt Stadträtin wegen israelkritischer Instagram-Posts

Hikel drückt Missbilligung über SPD-Bezirksrätin aus

Neuköllns Bezirksbürgermeister rügt Stadträtin wegen israelkritischer Instagram-Posts

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel hat die Stadträtin für Bildung, Janine Wolter, offiziell gerügt. Auslöser ist ihre Aktivität auf Instagram, wo sie Beiträge mit israelkritischen Inhalten geteilt hatte. Die CDU-Fraktion Neukölln hatte ihr Online-Verhalten beanstandet und damit eine politische Debatte ausgelöst.

Die Kontroverse begann im Herbst 2025, als Wolter Beiträge eines umstrittenen politischen Influencers auf Instagram gelikt oder weitergeleitet hatte. Diese Posts enthielten einseitige Kritik an Israel. Hikel warf ihr vor, in ihren sozialen Medien an der nötigen Mäßigung, Zurückhaltung und Neutralität zu fehlen.

Wolter räumte ein, im Oktober 2025 einen einzelnen Beitrag des Influencers geteilt zu haben, und erklärte, sich künftig nicht mehr mit dessen Inhalten zu befassen. Gleichzeitig betonte sie ihr Engagement für die Menschenrechte in Israel wie in Palästina. Unterdessen kündigte Hikel im November an, nicht erneut als Bezirksbürgermeister zu kandidieren – mit Verweis auf mangelnde Rückendeckung in der eigenen Partei.

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Die Neuköllner SPD-Führung schlug Wolter daraufhin als seine Nachfolgerin vor. Ihre Kandidatur wurde auf einem Parteitag bestätigt; nun hofft sie, die Leitung des Bezirksamts zu übernehmen.

Die Rüge ist ausgesprochen, und Wolter hat ihr Verhalten in den sozialen Medien angepasst. Die Neuköllner SPD steht hinter ihr als künftige Bezirksbürgermeisterin. Ihre Kandidatur durchläuft nun die weiteren politischen Schritte.

Quelle