Paul Wanner wechselt vor der WM 2026 von Deutschland zu Österreichs Nationalmannschaft
Beatrix FiebigPaul Wanner wechselt vor der WM 2026 von Deutschland zu Österreichs Nationalmannschaft
Mittelfeldspieler Paul Wanner wechselt vor der WM 2026 die Nationalmannschaft – von Deutschland zu Österreich
Der 20-jährige Paul Wanner, der in der Nähe der österreichischen Grenze aufgewachsen ist, hat im März seine von der FIFA genehmigte Verbandswechsel vollzogen. Nach monatelanger Überlegung beendete er damit seine Laufbahn in Deutschlands U21-Auswahl und wird künftig für Österreich auflaufen.
Wanner wurde in Dornbirn als Sohn einer Österreicherin und eines Deutschen geboren. Obwohl er in Amtzell (Oberschwaben) aufgewachsen ist, pflegte er stets enge Verbindungen zu Österreich und beherrscht den Vorarlberger Dialekt. Seine Fußballkarriere begann früh: Mit 13 Jahren wechselte er zum FC Bayern München, mit 16 trainierte er bereits mit der Profimannschaft.
Die deutsche A-Nationalmannschaft zeigte erstmals im November 2021 Interesse, als Julian Nagelsmann ihn nominieren wollte. Doch Wanner entschied sich letztlich für Österreich – nicht zuletzt wegen Ralf Rangnicks Rolle als Nationaltrainer. Zuvor hatte er neun Länderspiele für Deutschlands U21 bestritten, darunter den Vorstoß ins EM-Finale 2025, verließ die Mannschaft jedoch im März 2026, um sich auf die A-Auswahl zu konzentrieren.
Der Wechsel war bis zum 16. März abgeschlossen, sodass Wanner direkt ins österreichische Trainingslager einsteigen konnte. Er bezeichnete die Entscheidung als die "schwierigste seiner Karriere" – nicht nur wegen der WM-Chancen. Rangnick berief ihn umgehend für die Testspiele gegen Ghana und Südkorea im selben Monat. Wanner, der sich selbst als klassischen "Zehnerspieler" sieht, hofft nun, dass Rangnick auch über das Turnier hinaus Trainer bleibt.
Mit dem Wechsel schließt Wanner sein Kapitel bei den deutschen Nachwuchsteams ab. Künftig wird er für Österreich in den WM-Vorbereitungsspielen auflaufen. Seine Entscheidung spiegelt sowohl persönliche Bindungen als auch die Chance wider, auf der größten Fußballbühne der Welt zu spielen.






