16 April 2026, 06:12

Reisen mit medizinischem Cannabis: Neue Warnungen und strenge Regeln für 2026

Gruppe von Menschen, die um ein Auto mit einem "Legalise Cannabis Ireland"-Schild stehen, umgeben von Gebäuden unter einem klaren blauen Himmel, mit Papieren im Auto.

Reisen mit medizinischem Cannabis: Neue Warnungen und strenge Regeln für 2026

Deutsche Gesundheitsbehörden warnen dringend vor Reisen mit medizinischem Cannabis

Die Behörden haben am 23. März 2026 aktuelle Hinweise für Patientinnen und Patienten veröffentlicht, die mit medizinischem Cannabis verreisen. Die Empfehlungen sollen rechtliche Probleme in der bevorstehenden, vielbefahrenen Frühlingsreisezeit vermeiden. Da sich die Vorschriften im Rahmen des Cannabisgesetzes (CanG) weiterhin weiterentwickeln, betonen die Verantwortlichen, wie wichtig eine gründliche Vorbereitung vor Grenzübertritten ist.

Innerhalb des Schengen-Raums dürfen Patientinnen und Patienten legal einen 30-Tage-Vorrat an medizinischem Cannabis mitführen. Voraussetzung ist jedoch ein Artikel-75-Zertifikat, das von der örtlichen Gesundheitsbehörde ausgestellt und beglaubigt werden muss. Aufgrund begrenzter Terminverfügbarkeiten sollte der Antragsprozess sechs bis acht Wochen vor der Reise eingeleitet werden.

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Um Komplikationen zu vermeiden, muss das medizinische Cannabis jederzeit in der Originalverpackung der Apotheke aufbewahrt werden. Das Etikett sollte deutlich den Namen der Patientin oder des Patienten sowie die Dosierungsangaben erkennen lassen. Die Behörden raten zudem, das Medikament im Handgepäck zu transportieren, um Unterbrechungen der Therapie zu verhindern.

Außerhalb des Schengen-Raums wird die Lage unübersichtlicher: Die Regelungen variieren von Land zu Land, was Reisen mit Risiken verbindet. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte vor Abfahrt unbedingt die aktuellen THC-Grenzwerte für Kraftfahrer im Jahr 2026 prüfen.

Die neuen Leitlinien erscheinen zu einer Zeit, in der das deutsche Cannabisgesetz die Rahmenbedingungen für medizinische Nutzerinnen und Nutzer weiter prägt. Patientinnen und Patienten müssen nun deutlich früher planen, um die notwendigen Dokumente zu beschaffen und die Verpackungsvorschriften einzuhalten. Bei Nichteinhaltung drohen rechtliche Konsequenzen oder Verzögerungen an den Grenzen.

Quelle