Rüdiger verteidigt seinen harten Spielstil: "Aggression ist mein Erfolgsrezept"
Caren PaffrathRüdiger verteidigt seinen harten Spielstil: "Aggression ist mein Erfolgsrezept"
Antonio Rüdiger hat seinen aggressiven Spielstil verteidigt und eingeräumt, dass er manchmal über die Stränge schlägt – doch genau das sei der Schlüssel zu seinem Erfolg. Der Verteidiger von Real Madrid, der in neun Jahren noch nie während eines Spiels die Rote Karte gesehen hat, ist überzeugt, dass seine kompromisslose Herangehensweise ihm einen Vorteil gegenüber seinen Gegnern verschafft.
Rüdiger gab offen zu, dass einige seiner Zweikämpfe zu hart ausgefallen seien, und verwies dabei auf einen Vorfall mit Diego Rico von Getafe. Dennoch betont er, dass seine körperliche Präsenz und psychologischen Taktiken – wie das Studium der Gegner per Videoanalyse oder frühe, klare Signale – essenziell für sein Spiel seien.
Seine Statistik untermauert diese Aussage: In fast einem Jahrzehnt als Profi wurde er noch nie vom Platz gestellt. Die wenigen Roten Karten, die er erhielt, kamen stets von der Bank – darunter eine im spanischen Pokalfinale.
Der 31-Jährige betonte zudem, dass sein Stil keineswegs rücksichtslos sei. Er sehe sich vielmehr als verlässliche Stütze in der Abwehr und liegt in der internen Rangliste der deutschen Innenverteidiger hinter Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck auf Platz drei. Über den Verein hinaus fordert Rüdiger von der Nationalmannschaft eine kompromisslosere und geschlossenere Mentalität, wenn sie bei der Weltmeisterschaft siegen wolle.
Sein Auftreten hat ihm nicht nur einen Stammplatz bei Real Madrid eingebracht, sondern auch den Ruf eines harten, aber disziplinierten Abwehrspielers. Zwar sorgen seine Methoden gelegentlich für Diskussionen, doch seine neunjährige Serie ohne Platzverweis spricht dafür, dass sein Stil eher kalkuliert als chaotisch ist. Fürs Erste bleibt er eine Schlüsselfigur – sowohl für seinen Club als auch für die Nationalmannschaft.






