05 April 2026, 10:10

Sachsen-Anhalt reformiert Architektengesetz: Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus

Schwarz-weißer Architekturgrundriss eines großen Gebäudes mit zahlreichen beschrifteten Räumen, Fluren, Fenstern und Türen, identifiziert als Neuhaus Oberlandgereich in Hamburg, Deutschland.

Sachsen-Anhalt reformiert Architektengesetz: Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat umfassende Änderungen des Architektengesetzes vorgeschlagen. Ein Gesetzentwurf, der dem Landtag vorgelegt wurde, zielt darauf ab, die Berufsregeln für Architektinnen, Architekten und Stadtplaner zu modernisieren. Die Neuerungen betreffen die Ausbildung, die Registrierung sowie die Art und Weise, wie Fachkräfte ihre Tätigkeit ausüben.

Nach dem neuen Gesetz können ausländische Abschlüsse künftig bereits vor der Einreise nach Deutschland anerkannt werden. Dies stellt eine Abkehr vom bisherigen System dar, bei dem die Anerkennung nach EU- und Bundesrecht erfolgte und die zuständigen Stellen wie die Architektenkammer jeden Fall einzeln prüfen mussten. Bei erheblichen Lücken in der Qualifikation waren bisher zusätzliche Ausbildungsmaßnahmen oder Prüfungen erforderlich.

Die überarbeiteten Vorschriften sehen zudem elektronische Anträge für die Registrierung und Meldung beruflicher Tätigkeiten vor. Fachkräfte erhalten mehr Flexibilität bei ihrer Arbeitsweise und können künftig auch in Unternehmensformen wie der GmbH & Co. KG, OHG oder KG tätig sein.

Im Bereich der Ausbildung werden wichtige Themen wie Bauplanungsrecht, barrierefreies Gestalten und Anpassungen an den Klimawandel stärker berücksichtigt. Bei der Planung werden künftig verbindliche Maßnahmen für Biodiversität, Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien vorgeschrieben. Auch soziale Aspekte wie bezahlbarer Wohnraum und barrierefreier Zugang rücken stärker in den Fokus.

Absolventinnen und Absolventen von Studiengängen in Architektur und Stadtplanung können künftig eine Junior-Mitgliedschaft in der Architektenkammer erwerben. Dies spiegelt den allgemeinen Trend wider, berufliche Standards an moderne Anforderungen in den Bereichen Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Teilhabe anzupassen.

Die Reformen bringen die Regelungen in Sachsen-Anhalt auf den Stand der aktuellen Herausforderungen in Architektur und Stadtplanung. Elektronische Verfahren, erweiterte Ausbildungsinhalte und strengere Nachhaltigkeitsvorgaben werden die Arbeitsweise der Fachkräfte im Land grundlegend verändern. Die Änderungen folgen einem strukturierten Ansatz in den Bereichen Anerkennung, Bildung und unternehmerische Tätigkeit.

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