Siemens plant radikale Umstrukturierung: Zwei Sparten vor dem Aus
Siemens erwägt einen umfassenden internen Umbruch, bei dem zwei seiner wichtigsten Sparten aufgelöst werden könnten. Die geplanten Änderungen sehen eine Neuordnung der Bereiche Digital Industries und Smart Infrastructure im Rahmen einer übergeordneten Strategie vor. Das Unternehmen hat bisher noch keine endgültigen Entscheidungen zu den Plänen bestätigt.
Die mögliche Umstrukturierung steht im Einklang mit der One-Tech-Unternehmen-Strategie von Siemens, die Vorstandsvorsitzender Roland Busch vor eineinhalb Jahren eingeführt hatte. Mit diesem Ansatz sollen interne Hürden abgebaut und technisches Know-how unternehmensweit gebündelt werden. Falls die Pläne genehmigt werden, würden die Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure nicht mehr als eigenständige Einheiten fortbestehen.
Auch in den Bereichen Vertrieb, Einkauf und Entwicklung wären Anpassungen vorgesehen. Statt wie bisher an die Spartenleiter zu berichten, würden die betroffenen Geschäftsbereiche direkt dem Vorstand unterstellt. Die derzeitigen Positionen der Manager Matthias Rebellius und Cedrik Neike könnten im Rahmen der neuen Struktur neu vergeben werden.
Erstmals hatte die Handelsblatt über die Pläne berichtet, Siemens lehnte jedoch eine Stellungnahme ab. Das Unternehmen betonte, dass vorerst keine Stellenstreichungen geplant seien. Unklar bleibt jedoch, wie viele Mitarbeiter von der Umstrukturierung betroffen sein könnten, da die Pläne noch geprüft werden.
Die vorgeschlagenen Änderungen würden eine deutliche Wende in der internen Organisation von Siemens bedeuten. Zwar ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen, doch der Schritt unterstreicht das Bestreben des Konzerns nach stärkerer Integration im Sinne seiner One-Tech-Unternehmen-Vision. Aktualisierungen zur Umstrukturierung dürften vorliegen, sobald der Vorstand seine Prüfung abgeschlossen hat.






