Sozialwohnungen in Deutschland: Warum der Bestand 2024 weiter schrumpft – trotz regionaler Zuwächse
Stjepan HeinrichSozialwohnungen in Deutschland: Warum der Bestand 2024 weiter schrumpft – trotz regionaler Zuwächse
Deutschlands Sozialwohnungsbestand durchlief 2024 tiefgreifende Veränderungen: In einigen Regionen wuchs das Angebot, während andere deutliche Rückgänge verzeichneten. Bis Ende des Jahres blieben bundesweit noch rund 1,05 Millionen Sozialwohnungen übrig – doch der allgemeine Trend wies auf eine schrumpfende Verfügbarkeit hin.
2024 baute Niedersachsen 1.240 Sozialwohnungen aus, Baden-Württemberg verzeichnete einen Nettozuwachs von 3.046 Einheiten. Diese Zuwächse standen jedoch im Kontrast zu Verlusten in anderen Bundesländern: Berlin verlor 2.957 Wohnungen, Bayern 2.790 und Nordrhein-Westfalen sogar 18.538. Zudem fielen bundesweit 57.621 Wohnungen aus der Mietpreisbindung.
Trotz der Rückgänge in einigen Regionen wurden die Bemühungen um Wohnraumausbau fortgesetzt. Die Bundesregierung schuf 4.701 neue Plätze in Studenten- und Azubi-Wohnheimen. Bundesbauministerin Verena Hubertz kündigte zudem an, bis 2029 insgesamt 23,5 Milliarden Euro in den sozialen Wohnungsbau zu investieren.
Bis Ende 2025 sank die Gesamtzahl weiter – um 20.000 Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr. Die gemischten Ergebnisse spiegeln die regionalen Unterschiede in der Sozialwohnungsentwicklung wider. Zwar sollen Bundesmittel die Engpässe lindern, doch die Nettoverluste in mehreren Ländern unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen. Insgesamt nimmt die Zahl der Sozialwohnungen weiterhin ab.






