27 March 2026, 08:10

Spritpreise explodieren: Drohen Ende April Versorgungsengpässe durch Nahostkonflikt?

Ein gestapelter Bereichsdiagramm, der den primären Energieverbrauch nach Brennstoffart von 1980 bis 2040 zeigt, unterteilt in vier Brennstoffquellen mit prozentualer Aufschlüsselung.

Spritpreise explodieren: Drohen Ende April Versorgungsengpässe durch Nahostkonflikt?

Spritpreise in Deutschland steigen weiter stark an – und setzen Autofahrer und Unternehmen unter Druck

Wirtschaftsministerin Katerina Reiche warnt nun, dass es Ende April zu Versorgungsengpässen kommen könnte, falls sich der Nahostkonflikt weiter zuspitzt. Die Regierung ergreift erste Maßnahmen gegen die Krise, während die Kosten Rekordniveaus erreichen.

Schon vor der jüngsten Eskalation im Iran mussten deutsche Autofahrer tief in die Tasche greifen. Anfang März kostete Super E10 zwischen 1,74 und 1,80 Euro pro Liter, Diesel lag im Schnitt bei 1,59 Euro. Seit Beginn des Konflikts sind die Preise jedoch explodiert: Benzin erreichte Spitzenwerte von 2,07 bis 2,31 Euro pro Liter.

Deutschland zählt seit Langem zu den Ländern mit den höchsten Spritpreisen in der EU. Steuern und die CO₂-Abgabe machen etwa zwei Drittel des Benzinpreises und mehr als die Hälfte des Dieselpreises aus. Das Finanzministerium betont zwar, der Staat profitiere nicht von der Preisspirale – Kritiker verweisen jedoch auf die hohe Steuerlast als zentralen Preistreiber.

Die Mineralölwirtschaft wehrt sich gegen Vorwürfe, für die Preissteigerungen verantwortlich zu sein. Der Branchenverband en2x veröffentlichte einen "Realitätscheck", in dem argumentiert wird, dass die Preise von globalen Produktmärkten abhängen – und nicht allein vom Rohöl. Zudem wird betont, dass die meisten deutschen Raffinerien und Tankstellen unabhängig agieren: Über 70 Prozent der Raffineriekapazitäten werden von Unternehmen kontrolliert, die kein eigenes Tankstellennetz betreiben.

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Da die Preise in Deutschland schneller steigen als in den Nachbarländern, leitet die Regierung nun erste Schritte ein, um die Entwicklung zu bremsen.

Nahostkonflikt droht Versorgungsengpässe zu verschärfen Sollte sich die Lage im Nahen Osten nicht beruhigen, könnten die Treibstoffknappheit und die hohen Kosten – getrieben durch Steuern und internationale Marktentwicklungen – deutsche Haushalte und Unternehmen bis Ende April weiter belasten. Wie die Regierung reagiert, wird entscheiden, ob sich die Preise stabilisieren oder die Belastung für Verbraucher und Wirtschaft weiter zunimmt.

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