"Clear" kehrt 2024 zurück – trotz interner Kritik und Moderationswechsel beim NDR
Beatrix Fiebig"Clear" kehrt 2024 zurück – trotz interner Kritik und Moderationswechsel beim NDR
Die Diskussionssendung Clear kehrt 2024 mit neuen Folgen zurück – trotz gemischter Reaktionen seit ihrem Start im April. Zwar äußerten einige NDR-Mitarbeiter öffentlich Kritik am Format, doch Zuschauerumfragen zeigten eine hohe Zustimmung. Nun stehen Veränderungen an, da der Sender nach einer neuen Moderatorin für seine Beiträge sucht.
Die Pilotfolgen erhielten ermutigendes Feedback: 63 Prozent der Befragten bewerteten die Sendung mit den Noten 1 oder 2. Inhalt und Präsentation wurden gelobt, was ihre Position als glaubwürdige Bereicherung des öffentlich-rechtlichen Programms stärkt. Allerdings zog die erste Ausgabe zum Thema Migration: Was läuft falsch? Kritik auf sich – auch von NDR-Moderatorin Anja Reschke.
Interne Spannungen wurden deutlich, als 250 NDR-Beschäftigte in einem offenen Brief Distanz zu Clear bekundeten. Trotzdem bleibt die Sendung ihrem Anspruch treu, kontroverse gesellschaftliche Themen aufzugreifen. Derweil bestätigte der BR, dass Julia Ruhs weiterhin die dort produzierten Folgen moderieren wird.
Ruhs zeigte sich jedoch enttäuscht, nachdem der NDR entschieden hatte, sie nicht für seine Beiträge zu behalten. Der Sender sucht nun nach einer neuen Moderatorin für die eigenen Produktionen.
Die Zukunft von Clear ist für 2024 gesichert, weitere Folgen sind geplant. Während der NDR mit dem Wechsel bei der Moderation einen Kurswechsel einleitet, setzt der BR auf Kontinuität. Die Zuschauerresonanz deutet darauf hin, dass die Sendung ihr Publikum gefunden hat – auch wenn interne und externe Kritik weiterhin besteht.






