Hyundais ehrgeiziger Europa-Plan: Fünf neue Modelle bis 2027
Hyundai hat einen ehrgeizigen Plan vorgelegt, um seine Präsenz in Europa in den nächsten zwei Jahren deutlich auszubauen. Bis Ende 2027 will das Unternehmen fünf neue Modelle in den Segmenten B und C auf den Markt bringen, um die Verkäufe anzukurbeln – nach einem durchwachsenen Jahr 2025. Trotz eines leichten Rückgangs in Deutschland bleibt die Marke ein wichtiger Akteur auf dem europäischen Markt für Elektrofahrzeuge.
2025 verzeichnete Hyundai in Deutschland einen Rückgang um 3 Prozent und verkaufte rund 94.000 Fahrzeuge. Dieser Rückgang trat ein, obwohl das Unternehmen seine Position als stärkster asiatischer Automobilhersteller im Land halten konnte – mit einem Marktanteil von 3,3 Prozent. In ganz Europa lag der Anteil der Privatkundenverkäufe jedoch bei 4,7 Prozent, was auf eine stärkere Nachfrage außerhalb Deutschlands hindeutet.
Selbstzulassungen – bei denen Hyundai unverkaufte Fahrzeuge auf den eigenen Namen anmeldet – machten 2025 etwa 30 Prozent der deutschen Verkäufe aus. Dieser Anteil geht jedoch zurück, was auf eine zunehmende echte Kundennachfrage hindeutet. Gleichzeitig entwickelte sich das Elektrofahrzeugsegment des Unternehmens positiv und erreichte in Deutschland einen überdurchschnittlichen Marktanteil.
Für die Zukunft rechnet Hyundai damit, dass sich der deutsche Markt 2026 stabilisieren wird, bevor 2027 wieder Wachstum einsetzt. Die fünf neuen Modelle in den Segmenten B und C sollen diesen Aufschwung vorantreiben. Bis 2027 wird zudem jede Hyundai-Baureihe mindestens eine elektrifizierte Variante anbieten – ob als reines Elektroauto, Plug-in-Hybrid, Vollhybrid oder Brennstoffzellenfahrzeug.
Über Deutschland hinaus verkaufte Hyundai 2025 in Europa, der Türkei und Osteuropa insgesamt mehr als 603.000 Fahrzeuge. Während die Pkw-Neuzulassungen in Europa insgesamt stagnierten, sollen die anstehenden Modellneuheiten diesen Trend umkehren.
Hyundais Strategie zielt darauf ab, das Angebot an Elektro- und Hybridfahrzeugen auszubauen und gleichzeitig die Abhängigkeit von Selbstzulassungen zu verringern. Die bis 2027 geplanten neuen Modelle sollen die Verkäufe steigern – insbesondere in Deutschland. Bei Erfolg könnte die Marke ihre Position als führender asiatischer Automobilhersteller in Europa weiter festigen.






