"Die Möglichkeit der Irrationalität": Berlins skurrilste Ausstellung fordert Besucher heraus
Beatrix Fiebig"Die Möglichkeit der Irrationalität": Berlins skurrilste Ausstellung fordert Besucher heraus
Eine mutige neue Ausstellung im Berliner Haus der Kulturen der Welt
Unter dem Titel "Die Möglichkeit der Irrationalität" ist eine ungewöhnliche Schau eröffnet worden, die Satire, Technologie und Absurdität vereint. Die Besucher erwarten skurrile Eindrücke – von einer aufblasbaren Freiheitsstatue, die im Außenbecken schwebt, bis zu einer Butterbüste von Helmut Kohl im Inneren.
Am Eingang müssen Gäste ihre Handys abgeben. Drinnen empfängt sie als eines der ersten Exponate ein Fernrohr, das auf einen Spiegel gerichtet ist und den Blick ins Büro des benachbarten Bundeskanzlers freigibt. Daneben zerfetzt eine Maschine alle 28 Minuten ein Stofftier – es sei denn, jemand zahlt 20 Euro, um ein Foto zu machen und es zu retten.
Ein Nachbau eines Einbürgerungstests steht neben KI-generierten Aktbildern des Politikers Friedrich Merz. Auch Erinnerungsstücke aus Jan Böhmermanns TV-Karriere sind zu sehen, darunter eine Goldene Schallplatte von Bushido und ein Boxsack von Jan Marsalek. An anderer Stelle lädt ein "Indie-Kinder-TV-Garten" zu Live-Auftritten ein, während eine große Butterskulptur des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl langsam zerfließt.
Die Ausstellung läuft bis zum 19. Oktober 2025. Die Veranstalter haben keine offiziellen beteiligten Künstler oder Gruppen außerhalb des Kernteams genannt.
Mit einer Mischung aus Humor, Provokation und Interaktion fordert die Schau die Besucher heraus. Ob politische Satire oder schmelzende Skulpturen – jedes Werk lädt zum Nachdenken ein oder provoziert zumindest eine Reaktion. Das Haus der Kulturen der Welt bleibt allen offen, die neugierig genug sind, um es zu erkunden.






