Heino unterstützt entlassenen Feuerwehr-Kampfrichter bei Solidaritätskonzert in Bad Belzig
Heinz-Walter Koch IIHeino unterstützt entlassenen Feuerwehr-Kampfrichter bei Solidaritätskonzert in Bad Belzig
Schlager-Legende Heino tritt in Bad Belzig für entlassenen Kampfrichter auf
Am Samstagabend gab der Schlager-Star Heino (87) in Bad Belzig ein Konzert zugunsten von Richard Mänder, einem Feuerwehrmann, der nach einer umstrittenen Entscheidung von seiner Richtertätigkeit enthoben wurde. Vor einer Kulisse schwarz-rot-goldener Flaggen unterstrich der Auftritt den patriotischen Charakter der Veranstaltung. Die Organisatoren präsentierten den Abend als Solidaritätsbekundung mit Mänder, der wegen eines Vorfalls mit der Nationalhymne seinen Posten verloren hatte.
Auslöser des Streits war Mänders Entscheidung, während der Feuerwehr-Weltmeisterschaften in Torgau die erste Strophe des Deutschlandlieds inklusive aller drei Originalstrophen spielen zu lassen. Der Deutsche Feuerwehrverband reagierte umgehend, entband ihn von seinen Richterpflichten und verteidigte diese Maßnahme später. Mänder wies Vorwürfe einer rechtsextremen Gesinnung zurück, bedauerte jedoch das entstandene "Missverständnis" – betonte zugleich aber, dass er nicht die alleinige Schuld trage.
Heinos Manager Helmut Werner bezeichnete das Konzert als "zweite Chance" für Mänder. Auf Kritik an der politischen Haltung des Sängers reagierte Werner mit scharfen Worten und bezeichnete Gegner als "ahnungslose Analphabeten". Heino selbst präsentierte ein Programm mit patriotischen Liedern und beendete den Abend mit einer Zugabe von Schwarzbraun ist die Haselnuss – begleitet von einer Menge winkelnder Flaggen.
Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen zeigten sich solidarisierend und hielten Mänders Strafe für überzogen. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbands warnte hingegen, dass Mänders Pläne, künftig eigene Meisterschaften auszurichten, die Spaltung in der Feuerwehrgemeinschaft vertiefen könnten.
Die Veranstaltung spiegelte die anhaltenden Konflikte um Mänders Entlassung und die Verwendung der Nationalhymne wider. Heinos Auftritt, unterstützt von einer engagierten Anhängerschaft, unterstrich die Gratwanderung zwischen Traditionspflege und der Haltung des Verbands. Mänders künftige Projekte dürften die Einheit der Feuerwehrleute in der Region weiter auf die Probe stellen.






