Klimaproteste gegen Reiche: Warum Aktivisten Gaskraftwerke als Rückschritt sehen
Heinz-Walter Koch IIKlimaproteste gegen Reiche: Warum Aktivisten Gaskraftwerke als Rückschritt sehen
Klimaschutzaktivisten in Braunschweig haben Wirtschaftsministerin Katherina Reiche für ihre Unterstützung neuer Gaskraftwerke scharf kritisiert. Der lokale Ableger von Fridays for Future wirft ihr vor, mit ihrer Politik jahrelange Fortschritte im Bereich der erneuerbaren Energien zu gefährden. Die Protestaktion ist Teil einer bundesweiten Welle von Demonstrationen.
Während des Streiks betonte Alexander Dammmeier von Fridays for Future Braunschweig, dass erneuerbare Energien mittlerweile 62 Prozent des deutschen Strombedarfs decken. Er warnte davor, dass Investitionen in Gasinfrastruktur das Land an veraltete Energiesysteme binden würden. Die Gruppe argumentiert, fossile Brennstoffe machten Deutschland anfällig für globale Krisen und unzuverlässige Lieferanten.
Der Aktivist Niko Schoss warf Reiche vor, Milliarden in Gasprojekte zu verschleudern, statt den Umstieg auf saubere Energien zu beschleunigen. Die Bewegung fordert ein vollständig auf erneuerbaren Energien basierendes Stromnetz bis 2035 und betont, dass dies langfristige Stabilität für die deutsche Industrie sichern würde. Als Gründe für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen nennen sie niedrigere Kosten, Energieunabhängigkeit und neue Arbeitsplätze.
Der Braunschweiger Protest fand zeitgleich mit ähnlichen Aktionen in Berlin, Hamburg, Köln und München statt. Dammmeier wies zudem darauf hin, dass falsche Energieentscheidungen alle treffen – von Haushalten bis zu Unternehmen.
Fridays for Future besteht darauf, dass ein schnellerer Umstieg auf erneuerbare Energien die Emissionen senken, die Energiekosten reduzieren und Deutschland vor geopolitischen Risiken schützen würde. Die Forderung nach dem Zieljahr 2035 setzt Politiker unter Druck, die aktuellen Energieinvestitionen zu überdenken. Die Gruppe kündigte an, weiter zu kämpfen, bis ihre Ziele erreicht sind.






