Apotheker attackiert Gesundheitssystem: "Wir werden unfair bezahlt – trotz Milliardenüberschuss"
Apotheker attackiert Gesundheitssystem: "Wir werden unfair bezahlt – trotz Milliardenüberschuss"
Ein Apotheker aus Niedersachsen hat das deutsche Gesundheitssystem wegen der Handhabung von Geldern scharf kritisiert. Frank-Martin Welzig, Inhaber der Hils-Apotheke in Delligsen, wandte sich in einem Brief an Gesundheitsministerin Nina Warken, nachdem die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) für das Jahr 2022 einen Überschuss von 3,5 Milliarden Euro gemeldet hatten. Sein Vorwurf: Apotheken, die maßgeblich zu diesem Überschuss beigetragen hätten, würden für ihre Arbeit weiterhin unterbezahlt bleiben.
Welzigs Frust rührt daher, wie Apotheken zur Kostensenkung im System beitragen. Durch Rabattverträge reduzieren sie zwar die Ausgaben der Krankenkassen, erhalten dafür aber kaum eine angemessene Gegenleistung. In seinem Schreiben bezeichnet er die Situation als ungerecht – besonders, da Apotheken zudem mit der Verunsicherung von Patienten umgehen müssten, wenn sich Medikamente änderten. Dies führe häufig zu Frustration und mangelnder Therapietreue.
Die feste Apothekengebühr in Deutschland ist zwar schrittweise gestiegen – von 7,72 Euro im Jahr 2021 auf 8,51 Euro im Jahr 2025 –, wobei die jährlichen Erhöhungen an den Apopf-Index geknüpft sind. Aktuelle Reformen wie das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz II und das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz haben zwar einige Forderungen der Branche aufgegriffen, etwa höhere Vergütungen für Notdienste, digitale Angebote und Entlastungen bei Personalkosten. Doch Welzig wirft dem jüngsten Gesetzentwurf, der die feste Gebühr einfriert, vor, eine direkte Beleidigung für Apotheker zu sein.
Der GKV-Spitzenverband hingegen betont, der Überschuss reiche nicht aus, um die Rücklagen wieder aufzubauen. Diese Haltung steht im Widerspruch zu Welzigs Argumentation, wonach Apotheken trotz ihrer Rolle bei der Erzeugung von Einsparungen keine faire Vergütung für ihre Leistungen erhielten.
Der Streit offenbart die Spannungen zwischen Apotheken und dem Krankenkassensystem. Welzigs Kritik verweist auf anhaltende Sorgen um Finanzierung und Wertschätzung der Apothekenarbeit. Vorerst bleibt der 3,5-Milliarden-Überschuss ein umstrittenes Thema, während die Verhandlungen über weitere Reformen andauern.
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