VW-Betriebsrätin Cavallo will Osnabrücker Werk auf Rüstungsproduktion umstellen
VW-Betriebsrätin Cavallo will Osnabrücker Werk auf Rüstungsproduktion umstellen
Die Vorsitzende des Betriebsrats von Volkswagen, Daniela Cavallo, zeigt sich offen für Rüstungsaufträge beim Autokonzern. Sie sieht Potenzial dafür, dass das Werk in Osnabrück in Niedersachsen auf die Produktion von Militärfahrzeugen umsteigt. Dieser Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Standort die Montage von Porsche-Modellen bis 2025 einstellen und die Fertigung des VW T-Roc Cabrio bis Mitte 2027 auslaufen lassen wird.
Cavallos Haltung spiegelt die wachsenden Sorgen um die Stabilität der Branche angesichts geopolitischer Spannungen und Handelskonflikte wider. Gleichzeitig betont sie, dass nach aktuellen Nachrichten keine Werksschließungen – einschließlich Osnabrück – geplant seien.
Das Osnabrücker Werk blickt auf eine lange Tradition in der Rüstungsproduktion zurück. Seit den 1960er-Jahren fertigte Rheinmetall, heute eine Volkswagen-Tochter, dort Militärfahrzeuge, darunter den gepanzerten Mannschaftstransportwagen Fuchs. Die Kapazitäten und die qualifizierten Mitarbeiter des Standorts haben stets die spezielle Produktion unterstützt, auch wenn die genauen Beschäftigtenzahlen im Laufe der Zeit schwankten.
Volkswagen unterhält bereits Verbindungen zur Rüstungsindustrie, etwa durch das Joint Venture von MAN mit Rheinmetall, das Militär-Lkw herstellt. Cavallo schlägt nun vor, diese Aktivitäten auf Osnabrück auszuweiten, und argumentiert, dass Europa und Deutschland ihre Verteidigungssouveränität stärken müssten.
Ihre Position steht im Kontrast zu den aktuellen Sparzwängen. Ein 2024 beschlossener Einsparplan sieht bis 2030 den Abbau von 35.000 Stellen in Deutschland vor, schließt jedoch betriebsbedingte Kündigungen oder Werksschließungen aus. Cavallo lehnt weitere Austeritätsmaßnahmen, die die Belegschaft belasten könnten, entschieden ab und pocht auf die Einhaltung bestehender Vereinbarungen.
Der Vorstoß für Rüstungsaufträge erfolgt vor dem Hintergrund von Produktionsveränderungen: Die Porsche-Montage in Osnabrück endet 2025, und die Fertigung des T-Roc Cabrio läuft bis Mitte 2027 aus. Dennoch betont Cavallo entschlossen, dass der Standort nicht geschlossen werde, und verweist auf neue Chancen in der Militärproduktion.
Die Zukunft des Osnabrücker Werks könnte von der Rüstungsfertigung abhängen, wobei Rheinmetall als möglicher Partner gehandelt wird. Cavallos Haltung unterstreicht die Anpassungsfähigkeit des Standorts, während sie gleichzeitig Arbeitsplätze im Rahmen des aktuellen Umstrukturierungsplans von Volkswagen sichert.
Schließungen sind zwar nicht vorgesehen, doch der Wechsel zur Produktion von Militärfahrzeugen würde eine deutliche Veränderung für das Werk bedeuten. Der Schritt steht im Einklang mit den wachsenden Forderungen nach einer europäischen Verteidigungssouveränität in einem unsicheren geopolitischen Umfeld.
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